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Mieterhöhung in der Vermietung

13.02.2026

Mieterhöhung in der Vermietung: Rechte, Pflichten und das richtige Mieterhöhungsschreiben

Die Mieterhöhung ist eines der wichtigsten Instrumente in der professionellen Vermietung. Für Sie als Vermieter sichert sie langfristig die Wirtschaftlichkeit Ihrer Immobilie. Gleichzeitig stellt jede Anpassung der Miete einen rechtlich sensiblen Vorgang dar, der formell und inhaltlich korrekt umgesetzt werden muss.

In diesem Leitfaden erfahren Sie:

  • Wann Sie die Miete erhöhen dürfen

  • Welche Arten der Mieterhöhung das Gesetz vorsieht

  • Wie ein rechtssicheres Mieterhöhungsschreiben aussehen muss

  • Welche Fristen und Grenzen für Vermieter gelten

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Arthur D.
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Digitale Vermietung

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Mit Immodio können Sie Indexmiete, Staffelmiete und Mieterhöhungen rechtssicher im digitalen Mietvertrag vereinbaren. Immodio übernimmt dabei automatisch die korrekten Berechnungen und sorgt für die passenden, rechtssicheren Formulierungen im Mietvertrag.

1. Die gesetzliche Grundlage der Mieterhöhung

Die rechtlichen Regelungen zur Mieterhöhung finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), insbesondere in den §§ 557 bis 560 BGB.

Wesentliche Vorschriften sind:

  • § 557 BGB – Einvernehmliche Mieterhöhung

  • § 558 BGB – Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

  • § 557a BGB – Staffelmiete

  • § 557b BGB – Indexmiete

  • § 559 BGB – Mieterhöhung nach Modernisierung

Je nach Ausgangssituation Ihrer Vermietung greifen unterschiedliche Vorschriften.


2. Einvernehmliche Mieterhöhung (§ 557 BGB)

Im Rahmen Ihrer Vermietung können Sie mit Ihrem Mieter jederzeit eine neue Miete vereinbaren – vorausgesetzt, beide Parteien stimmen zu.

Vorteile für Sie als Vermieter:

  • Keine Bindung an die Kappungsgrenze

  • Keine Orientierung an der ortsüblichen Vergleichsmiete erforderlich

  • Flexible Anpassung der Miete

Wichtig ist, dass Sie die Vereinbarung schriftlich dokumentieren. Auch wenn keine strenge Schriftform vorgeschrieben ist, empfiehlt sich eine klare vertragliche Fixierung zur Beweissicherung.


3. Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 BGB)

Die häufigste Form der Mieterhöhung in der privaten Vermietung ist die Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete.

Voraussetzungen:

  • Die Miete ist seit mindestens 15 Monaten unverändert

  • Die neue Miete überschreitet nicht die ortsübliche Vergleichsmiete

  • Die Kappungsgrenze von 20 % innerhalb von drei Jahren wird eingehalten (in vielen Regionen 15 %)

Als Vermieter benötigen Sie hierfür die Zustimmung Ihres Mieters. Reagiert der Mieter nicht oder lehnt ab, bleibt im Zweifel nur die gerichtliche Durchsetzung.


4. Das rechtssichere Mieterhöhungsschreiben

Ein formell korrektes Mieterhöhungsschreiben ist entscheidend für die Wirksamkeit Ihrer Mieterhöhung.

Folgende Inhalte müssen enthalten sein:

✔ Aktuelle Miete
✔ Gewünschte neue Miete
✔ Konkrete Begründung (z. B. Mietspiegel oder Vergleichswohnungen)
✔ Nachvollziehbare Berechnung
✔ Hinweis auf die gesetzliche Zustimmungsfrist

Fehlt einer dieser Punkte, kann Ihr Mieter die Mieterhöhung zurückweisen.

Für professionelle Vermieter ist ein strukturiertes, juristisch sauberes Mieterhöhungsschreiben daher unerlässlich.


5. Staffelmiete – Planungssicherheit in der Vermietung

Mit einer Staffelmiete vereinbaren Sie bereits im Mietvertrag künftige Mieterhöhungen.

Wichtig für Sie:

  • Jede Erhöhung muss als konkreter Euro-Betrag genannt sein

  • Zwischen zwei Staffeln muss mindestens ein Jahr liegen

  • Während der Laufzeit sind andere Mieterhöhungen ausgeschlossen

Diese Form der Mieterhöhung bietet hohe Kalkulationssicherheit für Ihre Vermietung.


6. Indexmiete – Anpassung der Miete an die Inflation

Bei einer Indexmiete wird die Miete an den Verbraucherpreisindex gekoppelt.

Das bedeutet für Sie:

  • Die Miete bleibt mindestens zwölf Monate unverändert

  • Anschließend können Sie entsprechend der Indexentwicklung anpassen

  • Eine Zustimmung des Mieters ist nicht erforderlich

  • Die Anpassung muss in Textform mit Berechnung mitgeteilt werden

Gerade in Zeiten steigender Inflation ist die Indexmiete für Vermieter ein strategisches Instrument.


7. Mieterhöhung nach Modernisierung (§ 559 BGB)

Investieren Sie in energetische Sanierungen oder wertsteigernde Maßnahmen, können Sie 8 % der aufgewendeten Modernisierungskosten jährlich auf die Miete umlegen.

Dabei müssen Sie:

  • Die Maßnahme rechtzeitig ankündigen

  • Die Kosten transparent darstellen

  • Gesetzliche Kappungsgrenzen beachten

Diese Mieterhöhung dient der Refinanzierung nachhaltiger Investitionen in Ihrer Vermietung.


8. Häufige Fehler bei der Mieterhöhung

Viele Vermieter riskieren die Unwirksamkeit ihrer Mieterhöhung durch:

❌ Fehlerhafte Berechnung
❌ Nicht eingehaltene Fristen
❌ Formfehler im Mieterhöhungsschreiben
❌ Fehlende oder unzureichende Begründung
❌ Überschreitung der Kappungsgrenze

Eine professionelle Vorbereitung schützt Sie vor unnötigen Konflikten mit Ihrem Mieter.


Fazit: Mieterhöhung strategisch und rechtssicher umsetzen

Die Mieterhöhung ist ein zentrales Steuerungsinstrument in der Vermietung. Ob einvernehmliche Anpassung, Vergleichsmiete, Staffelmodell, Indexmiete oder Modernisierungsumlage – jede Form der Erhöhung der Miete erfordert rechtliche Präzision.

Für Sie als Vermieter gilt:
Je strukturierter Sie Ihre Mieterhöhung vorbereiten und je professioneller Ihr Mieterhöhungsschreiben formuliert ist, desto reibungsloser verläuft die Umsetzung gegenüber Ihrem Mieter.


Mieterhöhung digital und rechtssicher umsetzen mit Immodio

In der Praxis zeigt sich: Die größte Fehlerquelle bei der Mieterhöhung liegt nicht im Gesetz, sondern in der Umsetzung. Unklare Vertragsklauseln, falsch berechnete Staffeln oder unvollständige Formulierungen im Mieterhöhungsschreiben führen schnell zu formellen Problemen und damit zu unnötigen Diskussionen mit dem Mieter.

Genau hier setzt Immodio an.

Mit Immodio können Sie rechtssicher eine Indexmiete vereinbaren. Die Anpassung der Miete erfolgt dabei auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben zum Verbraucherpreisindex. Immodio übernimmt für Sie automatisch die korrekte Formulierung und sorgt dafür, dass alle formalen Anforderungen eingehalten werden.

Auch die Staffelmiete lässt sich mit Immodio professionell abbilden. Sie können exakt festlegen:

  • In welchem Intervall die Miete erhöht wird

  • Zu welchen Zeitpunkten die Erhöhungen greifen

  • Ob die Anpassung um einen festen Euro-Betrag oder prozentual erfolgen soll

Die Staffeln werden automatisch korrekt berechnet und vertraglich sauber formuliert. So vermeiden Sie typische Fehlerquellen in der Vermietung.

Für Vermieter bedeutet das: Mehr Struktur, weniger juristische Unsicherheit und eine professionelle Außenwirkung gegenüber Ihren Mietern.

Wenn Sie Ihre Vermietung effizienter, rechtssicherer und digitaler aufstellen möchten, ist Immodio das passende Werkzeug, um Mieterhöhungen, Indexmiete und Staffelmiete transparent und korrekt umzusetzen.


Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um das Thema Mieterhöhung, Vermietung und mietrechtliche Rahmenbedingungen. Er stellt keine Rechtsberatung im Einzelfall dar und kann eine individuelle rechtliche Prüfung durch einen Rechtsanwalt oder eine andere zur Rechtsberatung befugte Person nicht ersetzen.

Trotz sorgfältiger Recherche und regelmäßiger Aktualisierung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Gesetzesänderungen, neue Rechtsprechung oder besondere Umstände des Einzelfalls können zu einer abweichenden rechtlichen Bewertung führen.

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